16.09.2026Thema: Rezepte
Ich erinnere mich gerne an den Blogbeitrag im letzten Herbst: „Kürbis einkochen - Wie es gut funktioniert“.
Doch nun steht die neue Kürbissaison vor der Tür. Da möchte ich Ihnen gerne auch neue Tipps geben. Und Ihnen gerne mal etwas „Anderes“ vom Kürbis vorstellen.
Zumeist landet nämlich die klassische Kürbissuppe auf dem Tisch. Lecker – aber Kürbis kann sehr viel mehr! Denn geröstet wird er herrlich aromatisch, püriert macht er Saucen wunderbar cremig und sogar in Bowls, Pasta, Flammkuchen oder süßen Desserts macht er eine ausgezeichnete Figur.

Hokkaido, Butternut und Co. passen hervorragend zu modernen Aromen wie Feta, Tahin, Chili, Ingwer, Kokos, Curry oder Ahornsirup. Höchste Zeit also, den Herbstklassiker einmal ganz neu zu entdecken.
Hokkaido ist der unkomplizierte Allrounder. Seine Schale kann mitgegessen werden und sein leicht nussiges Aroma passt zu Ofengerichten, Bowls, Pasta und Currys.
Butternut besitzt ein mildes, leicht süßliches Fruchtfleisch. Er eignet sich hervorragend zum Rösten, Pürieren und für cremige Saucen.
Spaghetti Kürbis zerfällt nach dem Garen in spaghettiähnliche Fasern und ist damit eine spannende Grundlage für moderne Gemüsegerichte.
Nachfolgend möchte ich Ihnen gerne eine Auswahl von 7 zeitgemäßen Kürbisrezepten vorstellen. Und als „Bonus“ folgt bald ein weiterer Blogbeitrag mit Nachtischrezepten für Kürbis ;-)
Sie werden bestimmt Ihre Freude am Kürbis haben oder neu entdecken ;-)

Eine farbenfrohe Bowl, die süßen Kürbis mit cremiger Avocado, würzigem Feta und einem leicht nussigen Dressing kombiniert. Kennen Sie Tahin? Es ist nicht nur sehr gesund. Die Sesampaste liefert viele ungesättigte Fettsäuren, pflanzliches Eiweiß und wertvolle Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen. (Wegen des hohen Kaloriengehalts sollte man sie jedoch in Maßen genießen).
Zutaten für 2 Portionen
Zubereitung
Den Kürbis entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit Olivenöl, Paprika, Salz und Pfeffer vermengen und bei 200 °C etwa 25 Minuten rösten.
Quinoa nach Packungsanleitung garen. Anschließend mit Rucola, Kürbis und Avocadospalten in Schalen anrichten. Feta drüber bröseln.
Tahin, Zitronensaft und Ahornsirup verrühren und mit Wasser zu einem cremigen Dressing verdünnen. Über die Bowl geben und mit gerösteten Kürbiskernen bestreuen.

Hier ersetzt Kürbis einen großen Teil der klassischen Sahnesauce. Das Ergebnis ist cremig, aromatisch und wunderbar herbstlich.
Zutaten für 2 Portionen
Zubereitung
Kürbis würfeln. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl anschwitzen. Kürbis dazugeben, kurz anrösten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Etwa 15 Minuten weich garen.
Sahne hinzufügen und alles fein pürieren. Parmesan unterrühren und mit Salz, Pfeffer, Muskat und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.
Pasta (bissfest – wenn Sie mögen) kochen und unter die Kürbissauce heben. Salbeiblätter kurz in etwas Öl knusprig braten und über die Pasta geben.

Süß, herzhaft, cremig und knusprig zugleich – dieser Flammkuchen zeigt Kürbis von einer besonders raffinierten Seite.
Zutaten
Zubereitung
Kürbis und Birne in sehr dünne Scheiben schneiden. Zwiebel in feine Ringe schneiden.
Flammkuchenteig mit Crème fraîche bestreichen und mit Kürbis, Birne und Zwiebel belegen. Ziegenkäse darüber verteilen und mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen.
Nach Packungsanweisung knusprig backen. Anschließend mit gehackten Walnüssen bestreuen und etwas Honig darüberträufeln.

Spaghettikürbis muss nicht mit Tomatensauce serviert werden. Mit Sojasauce, Sesam, Ingwer und Limette bekommt er einen völlig neuen Charakter.
Zutaten für 2 Portionen
Für die Sauce
Zubereitung
Spaghettikürbis halbieren, Kerne entfernen und mit den Schnittflächen nach unten auf ein Backblech legen. Bei 200 °C etwa 35–45 Minuten garen.
Anschließend das Fruchtfleisch mit einer Gabel herauslösen. Dabei entstehen die typischen langen Fasern.
Möhre fein schneiden oder raspeln. Alle Zutaten für die Sauce verrühren und mit Kürbis, Möhre und Frühlingszwiebeln vermengen. Mit Sesam und nach Wunsch frischem Koriander servieren.

Eine herbstliche Alternative zu klassischen Kartoffel-Wedges – perfekt als Beilage oder Snack.
Zutaten
Zubereitung
Kürbis in etwa 2 cm dicke Spalten schneiden. Mit Olivenöl und Gewürzen vermengen.
Auf einem Backblech verteilen und mit Parmesan bestreuen. Bei 210 °C etwa 25–30 Minuten backen, bis die Ränder schön gebräunt sind.
Dazu passt ein Dip aus Joghurt, Zitronensaft, Knoblauch und frischen Kräutern.

Wärmend, aromatisch und komplett ohne Fleisch – dieses Curry ist unkompliziert und eignet sich hervorragend zum Vorkochen.
Zutaten für 3 Portionen
Zubereitung
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken und in Öl anschwitzen. Currypaste kurz mitrösten.
Gewürfelten Kürbis dazugeben und mit Kokosmilch aufgießen. Etwa 15 Minuten köcheln lassen. Kichererbsen hinzufügen und weitere fünf Minuten garen.
Mit Limettensaft und Salz abschmecken. Dazu passen Basmatireis oder warmes Fladenbrot.
Auch als Brotaufstrich funktioniert Kürbis hervorragend.
Zutaten
Zubereitung
Kürbis, Kichererbsen, Tahin, Olivenöl, Zitronensaft und Knoblauch fein pürieren. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen.
Mit Kreuzkümmel, Salz und Chili abschmecken. Zum Servieren mit Kürbiskernen bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln.
Der Kürbis-Hummus schmeckt zu Fladenbrot, Crackern, Rohkost oder als Aufstrich auf kräftigem Bauernbrot.
Wer einen größeren Kürbis anschneidet, muss nicht alles sofort verbrauchen. Kürbis kann portionsweise gegart und beispielsweise als Püree vorbereitet werden. Damit steht bereits die Grundlage für Pasta-Saucen, Dips oder Desserts bereit.
Auch gerösteter Kürbis lässt sich vielseitig weiterverwenden: Heute als Beilage, morgen in einer Bowl und am nächsten Tag als Basis für einen Aufstrich.
So wird aus einem einzigen Kürbis gleich eine ganze Reihe unterschiedlicher Gerichte.
Kürbis ist eines der vielseitigsten Gemüse der Herbstküche. Er harmoniert mit kräftigen Gewürzen ebenso wie mit mediterranen Kräutern, asiatischen Aromen oder süßen Zutaten.
Ob als cremige Pasta, knusprige Wedges, moderne Bowls, würziger Hummus oder sogar als Dessert: Wer Kürbis einmal anders kombiniert, entdeckt einen vertrauten Herbstklassiker völlig neu. Meine Meinung: Die Kürbissuppe darf bleiben – aber sie bekommt ab sofort ordentlich Konkurrenz ;-)

Dieser Beitrag entstand aus echter Recherchearbeit und teils eigenen Tests und Erfahrungen. Einige Fotos wurden mithilfe von KI erstellt. Unsere Bloggerin Iris hat die Ergebnisse mit viel Herz für Sie aufbereitet.